| Rundfunk bringt Bewegung in die Beine |
| Auf dem ersten Album von Rundfunk ist eine bemerkenswerte Stimme aus Zug zu hören. Und ein Instrument aus dem Busch. Sie heissen "Chance to Dance", "De Bär groovt" oder "Wer da ned tanzt" und zielen auf den Bewegungsapparat der Zuhörer: Die zehn englischen und schweizerdeutschen Nummern, welche die Zuger Funkformation Rundfunk auf ihrem kürzlich erschienenen Album "We Want the Funk" aufgenommen hat. Es ist der erste Tonträger der Formation, welche 1995 als "Honey Pie goes Jazz" gegründet wurde. In ihrer Anfangszeit hatte sie Jazz- und Dixie-Covers gespielt. Aus dieser Zeit ist noch der Drummer Adrian Ohnsorg dabei. Die anderen Musiker stiessen später hinzu, die Sängerin Tabea Vogel etwa vor knapp zwei Jahren. Die Stimme bringt Gefühl Gerade Tabea Vogels Organ macht viel vom Reiz des Tonträgers aus. Ihr gefühlvoller Gesang transportiert eine gehörige Portion Soul und Blues in die Musik, die sich sonst am klassischen Funk orientiert: Neben den Drums und der Perkussion sorgen der Bass (Marco Elsener) und die Gitarre (Marc Deuber) für die Rhythmen, Posaune (Cyrill Lim) und Trompete (Urban Bircher) setzen die Akzente. Rundfunk sind indes keine Puristen, sondern machen gerne Anleihen bei anderen Genres. Immer wieder klingen Jazz und Blues, selten auch Latin oder Dixie durch. "Schwing mal d Bei" ist zudem ein Party-Rap, zu dem der Zuger MC Kasp (Kaspar Elsener) seinen Sprechgesang beigesteuert hat. Virtuos tritt neben dem Gitarristen der Tastenmann Manuel Zeberli in Erscheinung. Mit seinem Rhodes-Piano schafft er schöne Stimmungen. Namentlich im schleppenden Blues-Stück "Old Woman", wo er mit Tabea Vogel und den Bläsern für eine eigenständige musikalische Handschrift sorgt. Unverwechselbar sind auch die Nummern mit dem von Urban Bircher gespielten Didgeridoo, dem Blasinstrument der Australischen Ureinwohner. Der Opener "Tetrapac" von Rundfunk erinnert so ein bisschen ans grossartige Beastie-Boys-Album "Ill Communication" (1994), wo das Instrument ebenfalls extensiv eingesetzt wird. Auch im treibenden Funk-Stück "Ping Pong" kommt das Didgeridoo zum Einsatz und ist neben jazzigen Bläsern für einen fernöstlichen anmutenden Groove besorgt. Markus Mathis |
| 19.01.09 | Tagblatt St. Gallen |
| 18.06.08 | Zuger Presse |
| 05.03.08 | Neue Zuger Zeitung |
| 05.02.08 | www.trespass.ch |
| 01.02.08 | blacksheep.ch |
| 28.07.07 | Neue Zuger Zeitung |
| 28.07.07 | Tink.ch |
| 11.12.06 | Neue Zuger Zeitung |
| 05.10.06 | Toggenburger Tagblatt |
| 28.08.06 | Neue Zuger Zeitung |
| 28.09.05 | Neue Zuger Zeitung |